Ja ja, die Technik

Heute Mittag hatte ich endlich die Zeit gefunden, bei O2 anzurufen, um per Fernwartung meinen Internetstick wieder zum Leben erwecken zu lassen. Ich bin der Meinung, dass 14 Tage Urlaub für ihn ausreichend sind. Wird  Zeit, dass er wieder am Familienleben teilnimmt und seinen Beitrag zum allgemeinen Wohlstand  dazu steuert. Schließlich bin ich keine Wärmestube und verdiene mein Geld nicht mit rumsitzen.

Am Telefon begrüßte mich eine Frau. Glück gehabt. In technischen Dingen ziehe ich die dann doch einem Mann vor. Nett war sie auch noch. Was für ein Tag. Meine technischen Fähigkeiten begrenzen sich auf ein Basiswissen. Bei männlichen Gesprächspartnern über dieses Thema habe ich immer schnell den Eindruck, dass sie mir – dem kleinen dummen Weibchen – ihre Fähigkeiten besonders ausführlich näher bringen wollen. Außerdem verstehen die meinen Humor nicht. Denn auf so tolle Fragen wie „was für einen Rechner haben sie denn?“, antworte ich schon mal mit „einen schwarzen“. Viereckig kommt auch immer gut an. Frauen sind da verständnisvoller. Die belästigen mich nicht mit solchen Fachfragen. Wenn ich denen zu Beginn des Gespräches sage, dass sie es mir bitte so erklären sollen, als ob sie es einem Idioten erklären, dann klappt das auch. Wir sprechen halt die gleiche Sprache.

Heute hatte ich keine schwierigen Fragen zu beantworten. Nein, sie waren sehr frauenfreundlich und ich konnte alle ohne große Probleme zügig beantworten. Praktisch mit links. Danach hatte die Gute ein paar Sachen geprüft, kam aber leider zu keinem Ergebnis.

Leitungstechnisch sei wohl alles im grünen Bereich. Als einzige momentane Lösung fiel ihr nur noch ein zurücksetzen meiner Sim Karte ein. Und so sind wir dann auch verblieben. Sie setzt zurück, während ich meinen Sohn aus dem Kindergarten befreie und ein paar Runden auf dem Spielplatz drehe. Da bin ich gerade auch. Und wenn ich nachher nach Hause komme, teste ich noch einmal die Qualität der Leitung. Sie geht davon aus, dass dann alles wieder läuft. Sollte es dann wider erwartend doch noch nicht funzen, muss ich wohl oder übel einen Speedtest über das Internet durchführen. Lustige Sache. Wie das gehen soll, ist mir völlig schleierhaft. Denn immerhin ist es ja genau mein Internet, das nicht funktioniert. Drückt mir die Daumen, dass mir dies erspart bleibt.

In diesem Sinne: geniest das Frühlingswetter

Eure Anna

Ein kleiner Nachtrag: bin jetzt wieder zu Hause. Und ratet mal, was immer noch nicht flüssig funktioniert: richtig – mein Internet. Ich wollte gerade diesen Test machen. Was sich wie zu erwarten als sehr schwierig erwies, da ja leider der Saft für das Öffnen von Internetseiten im Moment ein wenig dünne ist. Nun ja, nach ganzen 6 Minuten war die Seite hergestellt. Ratz fatz. Schnell wie der Wind. Und das runterladen einer 5 MB Testdatei hätte laut einer Anzeige auf meinem Rechner 1 Stunde und 35 Minuten gedauert. Geht doch, oder? Normal brauche ich dafür ein paar Sekunden. Nun ja, wie ihr euch denken könnt, habe ich das Telefon noch einmal in die Hand genommen und das Ergebnis den Damen und Herren in der Servicezentrale von O2 mitgeteilt. Die Begeisterung hielt sich auf beiden Seiten in Grenzen. War ja auch nicht wirklich anders zu erwarten. So, und haltet euch fest: mein Gesprächspartner (ja, ein Mann) hat nun einen Fehlerauftrag geschrieben, damit die Basisstation mal überprüft wird. Das ganze dauert 2 – 4 Werktage. Also wenn ich Pech habe bis Montag. Tja, das Leben ist hart….

Über Anna Miller

Mein Name ist Anna Miller, ich bin Baujahr 1974. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich wohlbehütet unter der Fahne des Arbeiter- und Bauernstaates. Ich war Mitglied bei den Jung- und Thälmannpionieren, um dann nahtlos in die FDJ zu wechseln. Dort schaffte ich es bis in die GOL und kümmerte mich um die Feriengestaltung unserer Hortkinder und die Organisation diverser Kinder- und Jugendfeste. Um gleich etwaige Vorurteile aus dem Weg zu räumen: Dies hatte nichts mit Parteiarbeit oder ähnlichem zu tun. Damals war es noch üblich, dass auch in den Ferien die Kinder der unteren Klassenstufen in der Schule betreut werden. Zu meinen Aufgaben zählte zum Beispiel die Organisation von Schwimmbad- und Kinobesuchen, Bastelnachmittagen und ähnlichen Aktionen. Da mit dem Ende meiner Schulzeit auch Schluss mit dem Arbeiter- und Bauernstaat war, musste ich mich mit der harten Realität des Kapitalismus auseinander setzen und mir eine Lehrstelle suchen. Die Zeiten, in denen davon genug zur Verfügung standen, fein säuberlich aufgelistet in einer Broschüre die sich „Lehrstellenverzeichnis“ nannte, gehörten nämlich ebenfalls der Vergangenheit an. Aber ich hatte Glück. Durch alte „Beziehungen“, konnte ich eine Lehre zum Augenoptiker ergattern und absolvieren. Nicht mein Traumberuf, aber es war ein Beruf und ein Start in das vor mir liegende Leben. Nach Beendigung meiner Lehre war ich 10 Jahre in diesem Beruf tätig. Da Arbeiten aber nicht alles ist, was ein Leben so ausmacht, beschloss ich, mich nebenbei der Familienplanung zu widmen. Und wie es so ist mit dem planen – nicht alles klappt auf Anhieb. Geklappt hatte es erst, nachdem sich der potenzielle Vater meines nun inzwischen schulpflichtigen Sohnes entschloss, seine Familienplanung noch etwas auf Eis zu legen. Das Ende vom Lied: Ich bin eine alleinerziehende Mutti, die sich um ein kleines Sorgenkind kümmern muss. Der liebe Gott hat es mit meinem Sohn leider nicht ganz so gut gemeint und ihm einige Krankheiten mit auf den Weg gegeben. Unter anderem eine Entwicklungsstörung, die nach viel Förderung in verschiedenen Bereichen verlangt. Der Vater meines Sohnes beteiligt sich am Leben seines Kindes fast ausschließlich in Form der ihm gesetzlich vorgeschriebenen finanziellen Unterstützung. Durch die fast täglichen Termine mit meinem Sohn bei diversen Therapeuten und Frühförderstellen war es mir nach der Elternzeit nicht mehr möglich, in meinen alten Beruf zurück zu kehren. Ein kleines - noch dazu krankes - Kind und die Arbeitszeiten im Handel lassen sich einfach nicht miteinander vereinbaren. Und somit entschied ich mich, in die Selbständigkeit zu wechseln. Für mich damals die einzige Möglichkeit, nicht von Hartz IV leben zu müssen. Ich träumte von Heimarbeit, die ich notfalls auch dann machen konnte, wenn Sohnemann krank ist oder schläft. Büroorganisation und Telefonservice war das, was mir vorschwebte. Was mir angeboten wurde, war ein bunter Strauß voll Betrügereien und Abzockereien. Ich hatte nun inzwischen schon einiges in meinem Leben mitgemacht und erlebt, aber was ich während dieser Zeit an Niederträchtigkeit und Skrupellosigkeit erleben musste, sprengt glaube ich jede Vorstellungskraft. Weil die Zahlungsmoral meiner Kunden teilweise genau so schlecht war wie ihre Absichten und durch zusätzliche private Schicksalsschläge, musste ich mein Leben neu überdenken und ordnen. Da ich schon immer sehr gerne geschrieben und gelesen habe, war für mich der Zeitpunkt gekommen, mein Hobby zum Beruf zu machen. Wobei der Begriff „Beruf“ das falsche Wort ist. Für mich ist es viel mehr. Es ist meine Berufung. Schreiben ist genau das, was mir Spaß macht, wo ich mit Freude dabei sein kann und was mich und mein Leben am ehesten widerspiegelt. Eine Ausbildung in dieser Richtung habe ich nicht. Ich bin der Meinung, dass man Kreativität und/oder Talent nicht antrainiert bekommen kann. Entweder man hat es, oder eben nicht. So etwas muss von Herzen kommen, man muss eine Verbindung eingehen können. Man muss es leben und fühlen. Und ich glaube, dass ich dies recht intensiv mache. Und somit schreibe ich Artikel in unterschiedlichsten Längen für Zeitungen und Zeitschriften, übernehme Auftragsarbeiten und stehe auch als Texter und Skriptschreiber zur freien Verfügung. Wer in dieser Richtung Aufträge zu vergeben hat, darf sich gerne an mich wenden. Eine Kontaktaufnahme ist über anna-miller(at)o2online.de möglich.

Veröffentlicht am 7. April 2010, in Allgemein. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Au weia…..ohne Worte. Halte durch 😉 Liebe Grüße & starke Nerven Emily

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