Die Kinder aber auch…

Die Kinder aber auch

Mittwoch waren wir baden. Nicht in der Wanne, sondern in einer öffentlichen Einrichtung. Also in einem Schwimmbad. Einmal in der Woche gehe ich mit meinem Sohn schwimmen. Bewegung tut einfach immer gut, wenn man mit motorischen Problemen zu kämpfen hat.

Und da mein Sohn seinen besten Kumpel mitnehmen wollte, sind wir kurzer Hand in ein Spaßbad gefahren. Das ist immer die beste Variante, wenn man mit Kindern unterwegs ist. Da haben alle was davon. Und ich kann euch sagen – wir hatten wirklich eine Menge Spaß. Nicht nur die Jungs beim rutschen und rumplantschen – sondern auch Mutti. Denn zeitgleich lief dort ein Aquagymnastik Kurs.  Eieiei, ich kann euch sagen, da gab´s eine Menge zu sehen und vor allen Dingen zum schmunzeln. Ist schon eine lustige Angelegenheit. Auf jeden Fall für die Zuschauer.

Als wir genug Spaß im kühlen Nass hatten, haben wir auf dem Rückweg einen Stopp bei Mc Donalds eingelegt. Das übliche Programm, nur eine andere Filiale. Ausgestattet mit einer tollen Spielecke. Das war natürlich das Highlight für die Jungs und wurde sofort in Beschlag genommen. Leider saßen da auch ein paar größere Kinder. Ich nenne sie einfach mal so. Denn normal würden sie in die Kategorie „Jugendliche“ fallen. Da ihr Benehmen aber eher vom Niveau her im Kindergartenalter angesiedelt war, bleibe ich auch bei den Kindern. Die Papierkügelchen flogen, genauso wie sich im Gossenjargon unterhalten wurde. Und das benehmen – nun ja – es lässt sich schlecht in Worte fassen. Dem allgemeinen Auftreten halt angepasst.

Auf jeden Fall waren sie von meinen beiden Jungs schwer genervt. Die besaßen nämlich die Frechheit, in der Spielecke zu spielen. Ja, das ist nicht zu glauben. Sowas aber auch. Die Kinder am Tisch wollten da einen auf cool machen und dann kommen da so zwei Rotzbengel und stehlen ihnen die Show. Fürchterlich. Und gelärmt haben sie auch noch. Und das in dieser Spielecke. Nicht zu fassen.

Tja, liebe Kinder: Was setzt ihr euch in die Spielecke. Wie es der Name schon verraten dürfte, ist genau diese zum Spielen da. Hättet ihr euch in den normalen Bereich gesetzt, dann hätten euch die Jungs auch nicht genervt. Aber ihr ward ja selbst nicht besser.

In diesem Sinne: Keep cool

Eure Anna

Über Anna Miller

Mein Name ist Anna Miller, ich bin Baujahr 1974. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich wohlbehütet unter der Fahne des Arbeiter- und Bauernstaates. Ich war Mitglied bei den Jung- und Thälmannpionieren, um dann nahtlos in die FDJ zu wechseln. Dort schaffte ich es bis in die GOL und kümmerte mich um die Feriengestaltung unserer Hortkinder und die Organisation diverser Kinder- und Jugendfeste. Um gleich etwaige Vorurteile aus dem Weg zu räumen: Dies hatte nichts mit Parteiarbeit oder ähnlichem zu tun. Damals war es noch üblich, dass auch in den Ferien die Kinder der unteren Klassenstufen in der Schule betreut werden. Zu meinen Aufgaben zählte zum Beispiel die Organisation von Schwimmbad- und Kinobesuchen, Bastelnachmittagen und ähnlichen Aktionen. Da mit dem Ende meiner Schulzeit auch Schluss mit dem Arbeiter- und Bauernstaat war, musste ich mich mit der harten Realität des Kapitalismus auseinander setzen und mir eine Lehrstelle suchen. Die Zeiten, in denen davon genug zur Verfügung standen, fein säuberlich aufgelistet in einer Broschüre die sich „Lehrstellenverzeichnis“ nannte, gehörten nämlich ebenfalls der Vergangenheit an. Aber ich hatte Glück. Durch alte „Beziehungen“, konnte ich eine Lehre zum Augenoptiker ergattern und absolvieren. Nicht mein Traumberuf, aber es war ein Beruf und ein Start in das vor mir liegende Leben. Nach Beendigung meiner Lehre war ich 10 Jahre in diesem Beruf tätig. Da Arbeiten aber nicht alles ist, was ein Leben so ausmacht, beschloss ich, mich nebenbei der Familienplanung zu widmen. Und wie es so ist mit dem planen – nicht alles klappt auf Anhieb. Geklappt hatte es erst, nachdem sich der potenzielle Vater meines nun inzwischen schulpflichtigen Sohnes entschloss, seine Familienplanung noch etwas auf Eis zu legen. Das Ende vom Lied: Ich bin eine alleinerziehende Mutti, die sich um ein kleines Sorgenkind kümmern muss. Der liebe Gott hat es mit meinem Sohn leider nicht ganz so gut gemeint und ihm einige Krankheiten mit auf den Weg gegeben. Unter anderem eine Entwicklungsstörung, die nach viel Förderung in verschiedenen Bereichen verlangt. Der Vater meines Sohnes beteiligt sich am Leben seines Kindes fast ausschließlich in Form der ihm gesetzlich vorgeschriebenen finanziellen Unterstützung. Durch die fast täglichen Termine mit meinem Sohn bei diversen Therapeuten und Frühförderstellen war es mir nach der Elternzeit nicht mehr möglich, in meinen alten Beruf zurück zu kehren. Ein kleines - noch dazu krankes - Kind und die Arbeitszeiten im Handel lassen sich einfach nicht miteinander vereinbaren. Und somit entschied ich mich, in die Selbständigkeit zu wechseln. Für mich damals die einzige Möglichkeit, nicht von Hartz IV leben zu müssen. Ich träumte von Heimarbeit, die ich notfalls auch dann machen konnte, wenn Sohnemann krank ist oder schläft. Büroorganisation und Telefonservice war das, was mir vorschwebte. Was mir angeboten wurde, war ein bunter Strauß voll Betrügereien und Abzockereien. Ich hatte nun inzwischen schon einiges in meinem Leben mitgemacht und erlebt, aber was ich während dieser Zeit an Niederträchtigkeit und Skrupellosigkeit erleben musste, sprengt glaube ich jede Vorstellungskraft. Weil die Zahlungsmoral meiner Kunden teilweise genau so schlecht war wie ihre Absichten und durch zusätzliche private Schicksalsschläge, musste ich mein Leben neu überdenken und ordnen. Da ich schon immer sehr gerne geschrieben und gelesen habe, war für mich der Zeitpunkt gekommen, mein Hobby zum Beruf zu machen. Wobei der Begriff „Beruf“ das falsche Wort ist. Für mich ist es viel mehr. Es ist meine Berufung. Schreiben ist genau das, was mir Spaß macht, wo ich mit Freude dabei sein kann und was mich und mein Leben am ehesten widerspiegelt. Eine Ausbildung in dieser Richtung habe ich nicht. Ich bin der Meinung, dass man Kreativität und/oder Talent nicht antrainiert bekommen kann. Entweder man hat es, oder eben nicht. So etwas muss von Herzen kommen, man muss eine Verbindung eingehen können. Man muss es leben und fühlen. Und ich glaube, dass ich dies recht intensiv mache. Und somit schreibe ich Artikel in unterschiedlichsten Längen für Zeitungen und Zeitschriften, übernehme Auftragsarbeiten und stehe auch als Texter und Skriptschreiber zur freien Verfügung. Wer in dieser Richtung Aufträge zu vergeben hat, darf sich gerne an mich wenden. Eine Kontaktaufnahme ist über anna-miller(at)o2online.de möglich.

Veröffentlicht am 16. April 2010, in Home. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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