Wetten dass???

Wetten dass??

Es hätte fast keinen symbolischeren Ort geben können, um zwei Showgrößen – beide ausgestattet mit einem recht losen Mundwerk und gerne auch einmal den Anderen kritisierend – aufeinander treffen zu lassen. Dieter Bohlen ist Gast bei „Wetten Dass“. Der Gastgeber: ein gewisser Herr Gottschalk. Bekannt aus Funk und Fernsehen und gefeiert als Unterhaltungsguru.  Der Pop Titan trifft auf den König der Unterhaltung. Und das in der Stierkampfarena von Mallorca. Einen großen Applaus für das ZDF. Besser hätte man es nicht inszenieren können.

Nur warum ist der Meister der Musik dort? Er wird dort das Sofa zieren, um sein neues Sangesduett Mark Medlock und Mehrzad Marashi mit seiner Anwesenheit zu unterstützen und letztendlich auch zu pushen. Gilt es doch, dem bei DSDS noch hochgepriesenen und nun verstoßenen Menowin Fröhlich auch musikalisch die rote Karte zu zeigen und ihn für sein rüpelhaftes und unprofessionelles Verhalten der letzten Wochen abzustrafen.

Wollen wir hoffen, dass diese beiden Showgrößen ein gemeinsames und unterhaltsames Thema finden und somit der Langatmigkeit der letzten Sendungen entgegentreten zu können.

Sollte dies nicht gelingen, kann ich besonders der Damenwelt empfehlen, um diese Uhrzeit den Fernsehsender PRO7 nicht aus den Augen zu verlieren. Denn dort sorgen auf jeden Fall Carrie, Miranda, Samantha und Charlotte für ganz viel Unterhaltung.

In diesem Sinne: ich wünsche allen einen unterhaltsamen Fernsehabend

Eure Anna

Über Anna Miller

Mein Name ist Anna Miller, ich bin Baujahr 1974. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich wohlbehütet unter der Fahne des Arbeiter- und Bauernstaates. Ich war Mitglied bei den Jung- und Thälmannpionieren, um dann nahtlos in die FDJ zu wechseln. Dort schaffte ich es bis in die GOL und kümmerte mich um die Feriengestaltung unserer Hortkinder und die Organisation diverser Kinder- und Jugendfeste. Um gleich etwaige Vorurteile aus dem Weg zu räumen: Dies hatte nichts mit Parteiarbeit oder ähnlichem zu tun. Damals war es noch üblich, dass auch in den Ferien die Kinder der unteren Klassenstufen in der Schule betreut werden. Zu meinen Aufgaben zählte zum Beispiel die Organisation von Schwimmbad- und Kinobesuchen, Bastelnachmittagen und ähnlichen Aktionen. Da mit dem Ende meiner Schulzeit auch Schluss mit dem Arbeiter- und Bauernstaat war, musste ich mich mit der harten Realität des Kapitalismus auseinander setzen und mir eine Lehrstelle suchen. Die Zeiten, in denen davon genug zur Verfügung standen, fein säuberlich aufgelistet in einer Broschüre die sich „Lehrstellenverzeichnis“ nannte, gehörten nämlich ebenfalls der Vergangenheit an. Aber ich hatte Glück. Durch alte „Beziehungen“, konnte ich eine Lehre zum Augenoptiker ergattern und absolvieren. Nicht mein Traumberuf, aber es war ein Beruf und ein Start in das vor mir liegende Leben. Nach Beendigung meiner Lehre war ich 10 Jahre in diesem Beruf tätig. Da Arbeiten aber nicht alles ist, was ein Leben so ausmacht, beschloss ich, mich nebenbei der Familienplanung zu widmen. Und wie es so ist mit dem planen – nicht alles klappt auf Anhieb. Geklappt hatte es erst, nachdem sich der potenzielle Vater meines nun inzwischen schulpflichtigen Sohnes entschloss, seine Familienplanung noch etwas auf Eis zu legen. Das Ende vom Lied: Ich bin eine alleinerziehende Mutti, die sich um ein kleines Sorgenkind kümmern muss. Der liebe Gott hat es mit meinem Sohn leider nicht ganz so gut gemeint und ihm einige Krankheiten mit auf den Weg gegeben. Unter anderem eine Entwicklungsstörung, die nach viel Förderung in verschiedenen Bereichen verlangt. Der Vater meines Sohnes beteiligt sich am Leben seines Kindes fast ausschließlich in Form der ihm gesetzlich vorgeschriebenen finanziellen Unterstützung. Durch die fast täglichen Termine mit meinem Sohn bei diversen Therapeuten und Frühförderstellen war es mir nach der Elternzeit nicht mehr möglich, in meinen alten Beruf zurück zu kehren. Ein kleines - noch dazu krankes - Kind und die Arbeitszeiten im Handel lassen sich einfach nicht miteinander vereinbaren. Und somit entschied ich mich, in die Selbständigkeit zu wechseln. Für mich damals die einzige Möglichkeit, nicht von Hartz IV leben zu müssen. Ich träumte von Heimarbeit, die ich notfalls auch dann machen konnte, wenn Sohnemann krank ist oder schläft. Büroorganisation und Telefonservice war das, was mir vorschwebte. Was mir angeboten wurde, war ein bunter Strauß voll Betrügereien und Abzockereien. Ich hatte nun inzwischen schon einiges in meinem Leben mitgemacht und erlebt, aber was ich während dieser Zeit an Niederträchtigkeit und Skrupellosigkeit erleben musste, sprengt glaube ich jede Vorstellungskraft. Weil die Zahlungsmoral meiner Kunden teilweise genau so schlecht war wie ihre Absichten und durch zusätzliche private Schicksalsschläge, musste ich mein Leben neu überdenken und ordnen. Da ich schon immer sehr gerne geschrieben und gelesen habe, war für mich der Zeitpunkt gekommen, mein Hobby zum Beruf zu machen. Wobei der Begriff „Beruf“ das falsche Wort ist. Für mich ist es viel mehr. Es ist meine Berufung. Schreiben ist genau das, was mir Spaß macht, wo ich mit Freude dabei sein kann und was mich und mein Leben am ehesten widerspiegelt. Eine Ausbildung in dieser Richtung habe ich nicht. Ich bin der Meinung, dass man Kreativität und/oder Talent nicht antrainiert bekommen kann. Entweder man hat es, oder eben nicht. So etwas muss von Herzen kommen, man muss eine Verbindung eingehen können. Man muss es leben und fühlen. Und ich glaube, dass ich dies recht intensiv mache. Und somit schreibe ich Artikel in unterschiedlichsten Längen für Zeitungen und Zeitschriften, übernehme Auftragsarbeiten und stehe auch als Texter und Skriptschreiber zur freien Verfügung. Wer in dieser Richtung Aufträge zu vergeben hat, darf sich gerne an mich wenden. Eine Kontaktaufnahme ist über anna-miller(at)o2online.de möglich.

Veröffentlicht am 23. Mai 2010, in Home. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 6 Kommentare.

  1. Donnerstag sehen wir Mädels uns Teil 2 an *freu*

  2. hast du es gut. ich habe noch niemanden für die kinderbetreuung gefunden. schnief. hoffe aber auch, das sich da noch jemand freiwillig bereit erklärt. wenn mutti alle 3 jahre mal ins kino will…

    liebe grüße
    anna

  3. Oh mein Gott, hätte ich das nur mal früher gelesen!!!
    Jetzt arbeite ich mich seit 3 Stunden durch Wetten Dass durch und bin einfach selbstredend davon ausgegangen, dass kein anderer Sender etwas sinnvolles sendet, so wie es früher immer war – quasi, weil es gegen Wetten Dass eh nichts zu gewinnen gibt – ach Mensch, Mist!!!!!!!

    Dieter hat es redlich probiert, aber gegen Gottschalk in der Arena hat er wahrhaftig keine Chance gehabt!
    Gute Nacht und morgen noch einen schönen Feiertag, LG

  4. oh, das tut mir leid, dass du sex and the city verpasst hast. aber ab donnerstag kommt ja frischer nachschlag im kino. und wetten dass ging ja wirklich diesmal. vielleicht sollten sie öfter aus mallorca senden. die arena war einfach atemberaubend.

    liebe grüße
    anna

  5. ja, ich freue mich auch schon auf den 2. teil, juhuu!! und dir drücke ich die däumchen, dass du einen kindersitter findest!!!!

    liebe grüße, katerwolf

  6. hallo liebe katerwolf,

    freue mich auch schon sehr. gestern abend habe ich immer nur mal in den film reingezappt – habe ihn ja schon gefühlte 300 mal gesehen. grins. noch dreimal schlafen bis donnerstag. und mein kinderproblem scheint sich auch zum guten zu wenden. wahrscheinlich erbarmen sich meine eltern und halten hier bei mir zu hause „wache“. mein kleiner schläft ja ohne mama nicht auswärts. das hätte es ja deutlich leichter machen können.

    liebe grüße anna