Sie sind wieder da

Sie sind wieder da

Mädels, stellt den Prosecco kalt und kramt die hohen Schuhe hervor. Das lange Warten hat heute ein Ende. Es geht wieder los.

Carrie, Samantha, Miranda und Charlotte stöckeln sich ab heute wieder durch unser Leben. Zu sehen in allen deutschen Kinos. „Sex and the City 2“. Hach, wie habe ich mich auf diesen Tag gefreut. Und wie hat die ganze Fangemeinde spekuliert. Wie geht es weiter? Hält die Liebe zu Mr. Big? Oder ist sie gar zu Ende? Ein Albtraum für mich, denn genau diese Liebe habe ich Carrie seit der ersten Folge in Staffel 1 gewünscht und entgegengefiebert. Und Mädels, das ist schon ein paar Jahre her. Was tragen sie? Und wo spielt der 2. Teil?

Bis zum heutigen Tage sind nur ein paar Inhaltsfetzen des Films durchgesickert. Was man hören und lesen konnte – es klang alles sehr vielversprechend. Die Auflösung erfolgt nun heute Abend.

Meine Eltern haben sich bereit erklärt, ein Auge auf Sohnemann zu werfen, während Mutti mal eben ins Kino huscht. Begeistert ist er davon nicht. Ich Kino – er zu Hause. Tja, das Leben ist hart.

Mein Vater fragte mich ganz unwissend, ob da etwa „wieder die Gleichen mitspielen“. Das wäre doch langweilig. Hä? So eine Frage kann nur von einem Mann kommen. Natürlich spielen da die Gleichen mit. Denn genau das macht diese Geschichte aus. Das man erlebt, wie es im Leben der 4 Ladies weitergeht. Und eins sei ihm gesagt: Es ist ganz sicher nicht langweilig. Und Mann kann das gucken. Frau übrigens auch.

Was mich auch sehr freut: Die Mädels passen sich ihrem Alter an. Uns wird nicht vorgegaukelt, dass sie immer noch jung und frisch sind, sondern auch im Film geht das Leben weiter und neue Themen werden mit aufgenommen. Altersgerechte. Denn ab nun haben auch Stützschlüpfer und Hormontabletten eine Plattform bekommen.

Und kennt ihr alle noch den Song, der in der letzten Folge der letzten Staffel lief, als Carrie aus dem Restaurant tritt? Ganz zum Schluss? Der Abspann sozusagen? „The Source feat. Candy Staton: You´ve got the Love”. Ich habe gestern Abend 3 Stunden lang versucht, diesen Song mühsam von meinem alten Laptop auf meinen Neuen zu übertragen, um ihn dann umzuwandeln und als MP3 auf meinen Player zu packen. Es war ein langwieriger Prozess. Aber es hat geklappt. Und nun dudelt dieses Lied schon den ganzen Tag bei mir rauf und runter. Für mich ist dieser Song „Sex and the City“. Er bedeutet für mich Freiheit und Leben.

So, genug geschwärmt. Viel Spaß allen, die heute Abend auch im Kino sitzen werden.

In diesem Sinne: Alles  wird gut.

Eure Anna

Über Anna Miller

Mein Name ist Anna Miller, ich bin Baujahr 1974. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich wohlbehütet unter der Fahne des Arbeiter- und Bauernstaates. Ich war Mitglied bei den Jung- und Thälmannpionieren, um dann nahtlos in die FDJ zu wechseln. Dort schaffte ich es bis in die GOL und kümmerte mich um die Feriengestaltung unserer Hortkinder und die Organisation diverser Kinder- und Jugendfeste. Um gleich etwaige Vorurteile aus dem Weg zu räumen: Dies hatte nichts mit Parteiarbeit oder ähnlichem zu tun. Damals war es noch üblich, dass auch in den Ferien die Kinder der unteren Klassenstufen in der Schule betreut werden. Zu meinen Aufgaben zählte zum Beispiel die Organisation von Schwimmbad- und Kinobesuchen, Bastelnachmittagen und ähnlichen Aktionen. Da mit dem Ende meiner Schulzeit auch Schluss mit dem Arbeiter- und Bauernstaat war, musste ich mich mit der harten Realität des Kapitalismus auseinander setzen und mir eine Lehrstelle suchen. Die Zeiten, in denen davon genug zur Verfügung standen, fein säuberlich aufgelistet in einer Broschüre die sich „Lehrstellenverzeichnis“ nannte, gehörten nämlich ebenfalls der Vergangenheit an. Aber ich hatte Glück. Durch alte „Beziehungen“, konnte ich eine Lehre zum Augenoptiker ergattern und absolvieren. Nicht mein Traumberuf, aber es war ein Beruf und ein Start in das vor mir liegende Leben. Nach Beendigung meiner Lehre war ich 10 Jahre in diesem Beruf tätig. Da Arbeiten aber nicht alles ist, was ein Leben so ausmacht, beschloss ich, mich nebenbei der Familienplanung zu widmen. Und wie es so ist mit dem planen – nicht alles klappt auf Anhieb. Geklappt hatte es erst, nachdem sich der potenzielle Vater meines nun inzwischen schulpflichtigen Sohnes entschloss, seine Familienplanung noch etwas auf Eis zu legen. Das Ende vom Lied: Ich bin eine alleinerziehende Mutti, die sich um ein kleines Sorgenkind kümmern muss. Der liebe Gott hat es mit meinem Sohn leider nicht ganz so gut gemeint und ihm einige Krankheiten mit auf den Weg gegeben. Unter anderem eine Entwicklungsstörung, die nach viel Förderung in verschiedenen Bereichen verlangt. Der Vater meines Sohnes beteiligt sich am Leben seines Kindes fast ausschließlich in Form der ihm gesetzlich vorgeschriebenen finanziellen Unterstützung. Durch die fast täglichen Termine mit meinem Sohn bei diversen Therapeuten und Frühförderstellen war es mir nach der Elternzeit nicht mehr möglich, in meinen alten Beruf zurück zu kehren. Ein kleines - noch dazu krankes - Kind und die Arbeitszeiten im Handel lassen sich einfach nicht miteinander vereinbaren. Und somit entschied ich mich, in die Selbständigkeit zu wechseln. Für mich damals die einzige Möglichkeit, nicht von Hartz IV leben zu müssen. Ich träumte von Heimarbeit, die ich notfalls auch dann machen konnte, wenn Sohnemann krank ist oder schläft. Büroorganisation und Telefonservice war das, was mir vorschwebte. Was mir angeboten wurde, war ein bunter Strauß voll Betrügereien und Abzockereien. Ich hatte nun inzwischen schon einiges in meinem Leben mitgemacht und erlebt, aber was ich während dieser Zeit an Niederträchtigkeit und Skrupellosigkeit erleben musste, sprengt glaube ich jede Vorstellungskraft. Weil die Zahlungsmoral meiner Kunden teilweise genau so schlecht war wie ihre Absichten und durch zusätzliche private Schicksalsschläge, musste ich mein Leben neu überdenken und ordnen. Da ich schon immer sehr gerne geschrieben und gelesen habe, war für mich der Zeitpunkt gekommen, mein Hobby zum Beruf zu machen. Wobei der Begriff „Beruf“ das falsche Wort ist. Für mich ist es viel mehr. Es ist meine Berufung. Schreiben ist genau das, was mir Spaß macht, wo ich mit Freude dabei sein kann und was mich und mein Leben am ehesten widerspiegelt. Eine Ausbildung in dieser Richtung habe ich nicht. Ich bin der Meinung, dass man Kreativität und/oder Talent nicht antrainiert bekommen kann. Entweder man hat es, oder eben nicht. So etwas muss von Herzen kommen, man muss eine Verbindung eingehen können. Man muss es leben und fühlen. Und ich glaube, dass ich dies recht intensiv mache. Und somit schreibe ich Artikel in unterschiedlichsten Längen für Zeitungen und Zeitschriften, übernehme Auftragsarbeiten und stehe auch als Texter und Skriptschreiber zur freien Verfügung. Wer in dieser Richtung Aufträge zu vergeben hat, darf sich gerne an mich wenden. Eine Kontaktaufnahme ist über anna-miller(at)o2online.de möglich.

Veröffentlicht am 27. Mai 2010, in Home. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 6 Kommentare.

  1. Liebe Anna,
    wir gehen heute zu Viert ins Kino (Zufall, dass es gerade 4 sind). Der Prosecco steht kalt, die Schnuckersachen liegen parat…. die Uhr tickt…. *freu*

    Morgen wissen wir mehr!!

    Liebe Grüße und gaaaaaaanz viel Spaß!!

  2. dir auch ganz ganz viel spaß. ich stehe auch schon in den startlöchern und warte auf mein „Taxi“. hach, bin ich aufgeregt.
    liebe grüße
    anna

  3. und, wie wars?????

    liebe grüße, katerwolf

  4. sehr schön war es. bischen lang, merke meinen hintern immer noch (grins) aber ansonsten super. halt was für frauen. hab das gleich mal zum anlass genommen, um meinen kleiderschrank zu lüften. wenn man einen ganzen abend lang nur tolle kleider sieht… gab wirklich einiges, was man auch mit kleinem geldbeutel nachmachen kann.
    liebe grüße
    anna

  5. Hallo Anna,
    wir hatten Prosecco, Nüsse, Nachos, Popcorn und Weingummi….du hast keine Ahnung wie übel mir war! Aber der Film hat uns gut gefallen….das gibt eine DVD-Revivalveranstaltung.

    Liebe Grüße,
    Emily

  6. liebe emily,

    es klingt auf jeden fall nach einem interessanten abend. und das ist doch alles was zählt. da nimmt man doch gerne ein wenig übelkeit in kauf. grins. fand den film auch gut. wir haben schon beschlossen, nochmal zu gehen. diesmal nehme ich mir aber ein kissen mit. du weißt ja: die länge – das alter – der hintern. lach.

    liebe grüße
    anna