Bastelstunde mit Lego, Playmobil und co.

Bastelstunde

Heute ist Kindertag. Sohnemann erwartet natürlich zu S E I N E M Ehrentag ein Präsent. Soll er auch bekommen.

Im Moment stehen auf seiner Wunschliste die Produkte der Firma Lego an erster Stelle. Ständig blättert er seinen Katalog durch, immer auf der Suche nach dem ultimativen „Must have“. Vor der Legophase hatten wir bereits erfolgreich allen relevanten Artikeln der Firma Playmobil in unserem bescheidenen Heim ein neues Zuhause gegeben. Auch da gibt es viel Plastik zu unerschwinglichen Preisen. Da wir davon aber alle Highlights im Haus haben, ist er nun spontan zu Lego gewechselt und trägt nun die besten Dinge aus diesem Katalog zusammen. Das wir von Matchbox und Hotwheels auch mehr haben, als so mancher Kindergarten, muss ich sicherlich nicht extra erwähnen.

Die letzten Tage waren wieder besonders vom Studieren des Kataloges geprägt. Der Polizei – Überwachungswagen muss unbedingt geordert werden. Den bräuchte er dringend. Denn ohne dieses Modell geht gar nichts mehr. Alle seine anderen Legosachen – wertlos. Nur dieser Truck könnte den völligen Werteverfall noch stoppen. Na ja, was will man da machen. Ein Kind unglücklich? Nein, das kann ich nicht. Also habe ich mich auf die Suche nach benanntem Gefährt gemacht. Fündig wurde ich bei Karstadt. Aber der Preis. 44.95 Euro. Da hat es mir doch fast die Schlappen von den Füßen gehauen. Das sind nur ein paar Plastiksteine. Nicht mehr und nicht weniger. In der Herstellung Centartikel. Wahnsinn. Und die Leute kaufen das wie verrückt. Da hat irgendwann jemand mal eine Marktlücke entdeckt und verdient sich jetzt mit ein wenig Plaste eine goldene Nase. Respekt. Warum fällt mir nie so etwas ein.

Schön wäre ja auch, wenn das erworbene Gefährt auch schon Betriebsbereit wäre. Aber das ist in diesem Preis nicht inklusive. Da muss man schon selbst ein wenig Hand anlegen. Um genau zu sein – man bekommt nur einen Karton voller bunter Steine, die man dann gefälligst selbst in Form bringen muss. Da Sohnemann das noch nicht kann, muss wie immer Mutti ran. So auch gestern Abend. 1,5 Stunden hat es gedauert – und ich bin inzwischen schon schnell im Aufbauen – bis mein Bastelbeitrag eine grobe Ähnlichkeit mit dem mitgelieferten Bildern aufweisen konnte. Man hat ja sonst nichts anderes zu tun. Wie war der tolle Spruch von Ikea? „Entdecke die Möglichkeiten“.

In diesem Sinne: Wann erfinde ich eigentlich mal was, wo man mit sehr geringen Materialkosten einen sehr hohen Gewinn einfährt?

Eure Anna

Über Anna Miller

Mein Name ist Anna Miller, ich bin Baujahr 1974. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich wohlbehütet unter der Fahne des Arbeiter- und Bauernstaates. Ich war Mitglied bei den Jung- und Thälmannpionieren, um dann nahtlos in die FDJ zu wechseln. Dort schaffte ich es bis in die GOL und kümmerte mich um die Feriengestaltung unserer Hortkinder und die Organisation diverser Kinder- und Jugendfeste. Um gleich etwaige Vorurteile aus dem Weg zu räumen: Dies hatte nichts mit Parteiarbeit oder ähnlichem zu tun. Damals war es noch üblich, dass auch in den Ferien die Kinder der unteren Klassenstufen in der Schule betreut werden. Zu meinen Aufgaben zählte zum Beispiel die Organisation von Schwimmbad- und Kinobesuchen, Bastelnachmittagen und ähnlichen Aktionen. Da mit dem Ende meiner Schulzeit auch Schluss mit dem Arbeiter- und Bauernstaat war, musste ich mich mit der harten Realität des Kapitalismus auseinander setzen und mir eine Lehrstelle suchen. Die Zeiten, in denen davon genug zur Verfügung standen, fein säuberlich aufgelistet in einer Broschüre die sich „Lehrstellenverzeichnis“ nannte, gehörten nämlich ebenfalls der Vergangenheit an. Aber ich hatte Glück. Durch alte „Beziehungen“, konnte ich eine Lehre zum Augenoptiker ergattern und absolvieren. Nicht mein Traumberuf, aber es war ein Beruf und ein Start in das vor mir liegende Leben. Nach Beendigung meiner Lehre war ich 10 Jahre in diesem Beruf tätig. Da Arbeiten aber nicht alles ist, was ein Leben so ausmacht, beschloss ich, mich nebenbei der Familienplanung zu widmen. Und wie es so ist mit dem planen – nicht alles klappt auf Anhieb. Geklappt hatte es erst, nachdem sich der potenzielle Vater meines nun inzwischen schulpflichtigen Sohnes entschloss, seine Familienplanung noch etwas auf Eis zu legen. Das Ende vom Lied: Ich bin eine alleinerziehende Mutti, die sich um ein kleines Sorgenkind kümmern muss. Der liebe Gott hat es mit meinem Sohn leider nicht ganz so gut gemeint und ihm einige Krankheiten mit auf den Weg gegeben. Unter anderem eine Entwicklungsstörung, die nach viel Förderung in verschiedenen Bereichen verlangt. Der Vater meines Sohnes beteiligt sich am Leben seines Kindes fast ausschließlich in Form der ihm gesetzlich vorgeschriebenen finanziellen Unterstützung. Durch die fast täglichen Termine mit meinem Sohn bei diversen Therapeuten und Frühförderstellen war es mir nach der Elternzeit nicht mehr möglich, in meinen alten Beruf zurück zu kehren. Ein kleines - noch dazu krankes - Kind und die Arbeitszeiten im Handel lassen sich einfach nicht miteinander vereinbaren. Und somit entschied ich mich, in die Selbständigkeit zu wechseln. Für mich damals die einzige Möglichkeit, nicht von Hartz IV leben zu müssen. Ich träumte von Heimarbeit, die ich notfalls auch dann machen konnte, wenn Sohnemann krank ist oder schläft. Büroorganisation und Telefonservice war das, was mir vorschwebte. Was mir angeboten wurde, war ein bunter Strauß voll Betrügereien und Abzockereien. Ich hatte nun inzwischen schon einiges in meinem Leben mitgemacht und erlebt, aber was ich während dieser Zeit an Niederträchtigkeit und Skrupellosigkeit erleben musste, sprengt glaube ich jede Vorstellungskraft. Weil die Zahlungsmoral meiner Kunden teilweise genau so schlecht war wie ihre Absichten und durch zusätzliche private Schicksalsschläge, musste ich mein Leben neu überdenken und ordnen. Da ich schon immer sehr gerne geschrieben und gelesen habe, war für mich der Zeitpunkt gekommen, mein Hobby zum Beruf zu machen. Wobei der Begriff „Beruf“ das falsche Wort ist. Für mich ist es viel mehr. Es ist meine Berufung. Schreiben ist genau das, was mir Spaß macht, wo ich mit Freude dabei sein kann und was mich und mein Leben am ehesten widerspiegelt. Eine Ausbildung in dieser Richtung habe ich nicht. Ich bin der Meinung, dass man Kreativität und/oder Talent nicht antrainiert bekommen kann. Entweder man hat es, oder eben nicht. So etwas muss von Herzen kommen, man muss eine Verbindung eingehen können. Man muss es leben und fühlen. Und ich glaube, dass ich dies recht intensiv mache. Und somit schreibe ich Artikel in unterschiedlichsten Längen für Zeitungen und Zeitschriften, übernehme Auftragsarbeiten und stehe auch als Texter und Skriptschreiber zur freien Verfügung. Wer in dieser Richtung Aufträge zu vergeben hat, darf sich gerne an mich wenden. Eine Kontaktaufnahme ist über anna-miller(at)o2online.de möglich.

Veröffentlicht am 1. Juni 2010, in Home. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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