Somebody

Somebody

Ein toller Song, in einer Besetzung, die es zuletzt vor 16 Jahren gab.

Ich habe euch heute einmal einen Livemitschnitt verlinkt, der jedem Depeche Mode Fan eine Gänsehaut zaubert. Mir sogar noch mehr. Ich hatte Tränen in den Augen, als ich dies gesehen habe.

1995 schied Alan Wilder (der nette Herr am Klavier) aus der Band aus. Für ihn wurde es zu viel, er konnte und wollte nicht mehr in diesem „Zirkus“ Depeche Mode mitspielen. 2010 dann die symbolische „Wiedervereinigung“. Wenn auch nur erst einmal für einen Song. Aber allein dies ist ein Zeichen für die Fans gewesen, dass es eventuell doch noch zu einer Reunion kommen kann. Alan – du fehlst sehr vielen Fans.

Depeche Mode, Somebody, Februar 2010, Royal Albert Hall, London

Eure Anna

Über Anna Miller

Mein Name ist Anna Miller, ich bin Baujahr 1974. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich wohlbehütet unter der Fahne des Arbeiter- und Bauernstaates. Ich war Mitglied bei den Jung- und Thälmannpionieren, um dann nahtlos in die FDJ zu wechseln. Dort schaffte ich es bis in die GOL und kümmerte mich um die Feriengestaltung unserer Hortkinder und die Organisation diverser Kinder- und Jugendfeste. Um gleich etwaige Vorurteile aus dem Weg zu räumen: Dies hatte nichts mit Parteiarbeit oder ähnlichem zu tun. Damals war es noch üblich, dass auch in den Ferien die Kinder der unteren Klassenstufen in der Schule betreut werden. Zu meinen Aufgaben zählte zum Beispiel die Organisation von Schwimmbad- und Kinobesuchen, Bastelnachmittagen und ähnlichen Aktionen. Da mit dem Ende meiner Schulzeit auch Schluss mit dem Arbeiter- und Bauernstaat war, musste ich mich mit der harten Realität des Kapitalismus auseinander setzen und mir eine Lehrstelle suchen. Die Zeiten, in denen davon genug zur Verfügung standen, fein säuberlich aufgelistet in einer Broschüre die sich „Lehrstellenverzeichnis“ nannte, gehörten nämlich ebenfalls der Vergangenheit an. Aber ich hatte Glück. Durch alte „Beziehungen“, konnte ich eine Lehre zum Augenoptiker ergattern und absolvieren. Nicht mein Traumberuf, aber es war ein Beruf und ein Start in das vor mir liegende Leben. Nach Beendigung meiner Lehre war ich 10 Jahre in diesem Beruf tätig. Da Arbeiten aber nicht alles ist, was ein Leben so ausmacht, beschloss ich, mich nebenbei der Familienplanung zu widmen. Und wie es so ist mit dem planen – nicht alles klappt auf Anhieb. Geklappt hatte es erst, nachdem sich der potenzielle Vater meines nun inzwischen schulpflichtigen Sohnes entschloss, seine Familienplanung noch etwas auf Eis zu legen. Das Ende vom Lied: Ich bin eine alleinerziehende Mutti, die sich um ein kleines Sorgenkind kümmern muss. Der liebe Gott hat es mit meinem Sohn leider nicht ganz so gut gemeint und ihm einige Krankheiten mit auf den Weg gegeben. Unter anderem eine Entwicklungsstörung, die nach viel Förderung in verschiedenen Bereichen verlangt. Der Vater meines Sohnes beteiligt sich am Leben seines Kindes fast ausschließlich in Form der ihm gesetzlich vorgeschriebenen finanziellen Unterstützung. Durch die fast täglichen Termine mit meinem Sohn bei diversen Therapeuten und Frühförderstellen war es mir nach der Elternzeit nicht mehr möglich, in meinen alten Beruf zurück zu kehren. Ein kleines - noch dazu krankes - Kind und die Arbeitszeiten im Handel lassen sich einfach nicht miteinander vereinbaren. Und somit entschied ich mich, in die Selbständigkeit zu wechseln. Für mich damals die einzige Möglichkeit, nicht von Hartz IV leben zu müssen. Ich träumte von Heimarbeit, die ich notfalls auch dann machen konnte, wenn Sohnemann krank ist oder schläft. Büroorganisation und Telefonservice war das, was mir vorschwebte. Was mir angeboten wurde, war ein bunter Strauß voll Betrügereien und Abzockereien. Ich hatte nun inzwischen schon einiges in meinem Leben mitgemacht und erlebt, aber was ich während dieser Zeit an Niederträchtigkeit und Skrupellosigkeit erleben musste, sprengt glaube ich jede Vorstellungskraft. Weil die Zahlungsmoral meiner Kunden teilweise genau so schlecht war wie ihre Absichten und durch zusätzliche private Schicksalsschläge, musste ich mein Leben neu überdenken und ordnen. Da ich schon immer sehr gerne geschrieben und gelesen habe, war für mich der Zeitpunkt gekommen, mein Hobby zum Beruf zu machen. Wobei der Begriff „Beruf“ das falsche Wort ist. Für mich ist es viel mehr. Es ist meine Berufung. Schreiben ist genau das, was mir Spaß macht, wo ich mit Freude dabei sein kann und was mich und mein Leben am ehesten widerspiegelt. Eine Ausbildung in dieser Richtung habe ich nicht. Ich bin der Meinung, dass man Kreativität und/oder Talent nicht antrainiert bekommen kann. Entweder man hat es, oder eben nicht. So etwas muss von Herzen kommen, man muss eine Verbindung eingehen können. Man muss es leben und fühlen. Und ich glaube, dass ich dies recht intensiv mache. Und somit schreibe ich Artikel in unterschiedlichsten Längen für Zeitungen und Zeitschriften, übernehme Auftragsarbeiten und stehe auch als Texter und Skriptschreiber zur freien Verfügung. Wer in dieser Richtung Aufträge zu vergeben hat, darf sich gerne an mich wenden. Eine Kontaktaufnahme ist über anna-miller(at)o2online.de möglich.

Veröffentlicht am 14. Juni 2010, in Home. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare.

  1. Wow….hab auch Gänsehaut …

  2. lecker, was? der song ist schon super. und wenn man sich dann mal hinsetzt und die deutsche übersetzung liest… wie mir auf den leib geschrieben. ich kann sie dir ja mal schicken, falls interesse besteht.

    liebe grüße
    anna

  3. Ja, sehr gerne! Danke dir & liebe Grüße, Emily

  4. Mache ich doch glatt. Hier rein, oder haste ne Mail Addi für mich?

    Liebe Grüße
    Anna

  5. liebe emely,

    ich schreibe es dir einfach schon mal hier rein. und wenn du magst, auch gerne noch per pn. grins.

    Jemand (Somebody)

    Ich will jemanden
    Der den Rest meines Lebens mit mir verbringt
    Der meine innersten Gedanken teilt
    Der meine intimen Einzelheiten kennt
    Jemanden an meiner Seite, der mir Halt gibt
    Und als Gegenleistung unterstütze ich sie
    Sie wird mir zuhören
    Wenn ich über die Welt, in der wir leben
    Und das Leben allgemein sprechen möchte
    Obwohl meine Sichtweise falsch sein könnte
    Ja, sie sogar verdreht sein könnte
    Wird sie mir bis zum Schluß zuhören
    Sie wird sich von meiner Denkweise
    Nicht umstimmen lassen
    Wahrscheinlich wird sie sogar oft anderer Meinung sein
    Aber letztendlich wird sie mich verstehen

    Ich will jemanden
    Der sich mit jedem Gedanken und jedem Atemzug
    Leidenschaftlich um mich sorgt
    Jemanden der mir hilft, die Dinge in anderem Licht zu sehen
    All die Dinge, die ich verabscheue
    Werde ich beinahe mögen
    Ich möchte an niemanden gebunden sein
    Vorsichtig versuche ich, so etwas zu vermeiden
    Aber wenn ich schlafe, will ich jemanden
    Der seine Arme um mich legt und mich zärtlich küßt
    Obwohl mich solche Dinge eigentlich krank machen
    Werde ich sie diesmal überstehen

    Words by Martin Gore (c) 1984 Sonet Publishing

    liebe grüße
    anna

  6. Könntest du mir den vielleicht an emilyforwp@web.de schicken? Nur wenn es dir keine Mühe macht. Hab gerade ziemlich viel Wasser in den Augen, muss wohl „Zug“ gekriegt haben 😉

    Vielen Dank!!!
    Liebe Grüsse

  7. liebe emily,

    der text ist schon unterwegs. grins.

    wünsche dir noch einen schönen abend. und aufpassen wegen dem „zug“. das ist nicht gesund. 🙂

    liebe grüße
    anna

  8. Tja, es gibt halt gute und „windige“ Zeiten nicht wahr 😉 Danke dir!

    Emily