Google rüstet auf

Google rüstet auf

Google sortiert wieder kräftiger aus und gestaltet das Ranking neu. Für mich klingt das sehr gut. Denn dann sind die Zeiten hoffentlich vorbei, in denen Seiten, die einzig und allein mit Werbung vollgepackt sind, bei der Suchmaschine auf Seite1 zu finden sind. Vielmehr haben die Seiten, die mit ihrem Inhalt versuchen, die interessierten Leser zum Bleiben zu animieren, eine größere Chance, gefunden zu werden.

 

Den dazu passenden Artikel haben die Kollegen von Spiegel Online geschrieben. Hier gibt es ihn zum Nachlesen:

 

Google kickt nervige Null-Inhalte raus

15.06.2011, 11:25 Uhr | Spiegel / Anna Sauerbrey

Google ändert die Suchfunktion und schmeißt Billiginhalte raus. (Symbolbild: imago)Google ändert die Suchfunktion und schmeißt Billiginhalte raus. (Symbolbild: imago)

Google sortiert neu: Ein Update namens Panda hat in den USA und England die Ergebnislisten umgepflügt, bald startet es auch in Deutschland. Seiten, die mit Billiginhalten Klicks sammeln, sind die Verlierer – doch das Update hat Nebenwirkungen.

Jon Wade hat es erwischt. Über die Jahre hatte sich der Brite mit seiner Ein-Mann-Fitness- und Martial-Arts-Seite ganz langsam in der Google-Suchliste hochgearbeitet. Zuletzt kam er auf 20.000 Seitenaufrufe pro Tag, konnte von den Werbeeinnahmen ganz gut leben. Aber nur, bis Google seine Suchtechnik änderte. Plötzlich war vieles anders, manches nicht mehr dort in den Trefferlisten, wo es vorher war. Auch Jon Wades Seite nicht. „Ich habe ziemlich an Traffic verloren“, sagt er. Die Zahl der Websurfer, die seine Seite aufrufen, hat sich halbiert.

Die guten ins Töpfchen ….

Der Grund: Google hat den Algorithmus, also die Regel, nach der die Suchmaschine Seiten untersucht, listet und hierarchisiert, geändert. Das Ziel der Veränderung sei es, so schreibt der Google-Ingenieur Amit Singhal im offiziellen Google-Blog, Seiten mit Qualitätsinhalten höher und schlechte Seiten weiter unten in der Ergebnisliste zu platzieren. Das Update soll eine Sorte Websites abstrafen, die man als Content Farm bezeichnet: billige Inhalte, mit denen Suchende auf Werbeangebote gelockt werden.

Auf seinen englischsprachigen Suchseiten hat Google das Panda genannte Update bereits zwischen Februar und April eingeführt. Nach Angaben des Unternehmens wurde es nach einem Ingenieur benannt, der maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war. Bald soll es auch in Deutschland umgesetzt werden. Eigentlich ist das nichts Ungewöhnliches. Das Unternehmen schraubt ständig an seinem Algorithmus herum. Doch noch nie waren die Auswirkungen so deutlich zu spüren wie dieses Mal. Suchmaschinen-Experten sind sich einig: Panda ist eine kleine Revolution.

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Texte für wenige Dollar aus Indien

Eine ganze Branche hat sich darauf spezialisiert, mit billigen Texten auf nichtssagenden Websites möglichst viele Klicks und damit viel Werbegeld einzusammeln. Die Artikel sind „optimiert“, allerdings in der Regel nicht auf die Bedürfnisse der Nutzer, sondern auf die Kriterien, die bei Google bislang galten, um eine Seite in der Suchliste nach oben zu schieben. Zu häufig gesuchten Begriffen halten die Textfarmen gleich mehrere Artikel auf einmal vor, die sich inhaltlich kaum unterscheiden. Das Suchwort kommt gehäuft im Text vor, vor allem in der Überschrift.

Dieser Branche, da ist sich Marcus Tober sicher, hat Google einen empfindlichen Schlag verpasst. Der Suchmaschinen-Experte hat das Berliner Unternehmen Searchmetrics mitgegründet, das Kunden berät, wie sie ihre Websites so verändern können, dass sie von Suchmaschinen gut gefunden werden. Search Engine Optimization, kurz SEO, nennt sich das. Jeden Montag- und Donnerstagvormittag schaut sich Tober deutsche Google-Suchergebnisse besonders genau an – das sind Googles Update-Termine. Bisher hat sich nichts getan. Wann das Update kommen soll, will das Unternehmen nicht verraten. Doch auch für die deutsche Suche werden gravierende Effekte erwartet.

Google hat das Problem selbst erschaffen

„Im Prinzip“, sagt Tober, „hat Google das Problem, das es nun bekämpft, erst selbst geschaffen.“ Erst die detaillierten Daten der Suchmaschine über Suchvorlieben, Klicks und den Erfolg von Werbebannern haben nach Tobers Ansicht ein Geschäftsmodell wie das der Content-Farmen möglich gemacht. Dank Google wissen die Klickfarmer ziemlich genau, was ein Artikel kosten darf, um genug Profit durch daneben platzierte Werbung abzuwerfen. Produzieren lassen große Anbieter ihre Angebote dann von einem Heer von Hobby-Schreibern. „Manche lassen ihre Texte auch in Indien produzieren, ein Einsteiger bekommt dort zwei Dollar pro Artikel“, sagt Marcus Tober.

Die Farmer reagieren – bisher ohne Erfolg

Genau solche Klickfarmen sind es, die nach dem amerikanischen Panda-Update in den Suchlisten abgestürzt sind. Nach Berechnungen von Searchmetrics, die einen eigenen Index für Sichtbarkeit von Online-Angeboten im Netz entwickelt haben, haben große Farmen wie eHow oder Suite101 bis über 90 Prozent an Sichtbarkeit verloren. Zu den Gewinnern gehören Blogs und News-Seiten mit gewöhnlich gut recherchierten Artikeln, TechCrunch zum Beispiel und die „Times“. Aber auch Herstellerseiten. Wer im englischen Google nach „Mercedes Benz“ sucht, bekommt jetzt auf den ersten beiden Ergebnisseiten nur ein einziges vom Konzern unabhängiges Ergebnis geliefert, eine Gebrauchtwagenseite.

Änderung mit Nebenwirkungen

Zu den wohl weniger gewollten Nebenwirkungen gehört es, dass auch Seiten von Enthusiasten wie die von Jon Wade von den vorderen Plätzen auf den Ergebnisseiten geflogen sind. Der Brite weist es von sich, seine Seite lediglich nach Googles Suchvorlieben gefüttert zu haben. Ihm gehe es um die Sache. Begonnen hat er als Hobby-Blogger. Er hat sein Fachwissen erweitert und studiert Gesundheitswissenschaften an einer Fernuni. Nach dem Panda-Update hat er seine Seite aufgeräumt. „Ich habe viele Artikel aus der Frühzeit des Blogs gelöscht, die nicht so gut recherchiert waren“, sagt er.

Ähnlich machen es offenbar auch die Großen. Die amerikanisch-britische Textfarm eHow etwa startete kurz nach dem Update eine „Qualitätsoffensive“ und erlegte sich selbst eine strengere Autorenaquise auf. Ob das etwas mit Panda zu tun hat, verrät das Unternehmen nicht. Auf Anfragen zu dem Google-Update reagierte der eHow-Eigner DemandMedia nicht. Auch beim deutsch-englischen Portal Suite101, laut Searchmetrics ein weiterer großer Verlierer, heißt es: „Zu diesem Thema sagen wir nichts.“ Nach Ansicht von SEO-Experten blieben bisherige Versuche der Content-Farmer, sich der Panda-Technik anzupassen, ohne Erfolg.

Würden Sie die Seite weiterempfehlen?

Erschwert werden Anpassungen an Panda dadurch, dass Google darüber schweigt, was genau verändert wurde. Immerhin veröffentlichte das Unternehmen in seinem Administratoren-Blog eine Liste von Fragen, die sich betroffene Web-Seiten-Betreiber stellen sollen. Zum Beispiel: Wie viel Werbung umgibt den Text? Ist der Text einzigartig oder eine Kopie von anderen Texten im Netz? Ist er grammatikalisch und orthografisch in Ordnung? Und: Würden Sie die Seite einem Freund empfehlen? Marcus Tober vermutet, dass ein wichtiges Kriterium auch die durchschnittliche Länge der Besuche auf einer Seite sind. Kehrt ein Nutzer nach nur kurzer Zeit zurück zur Google-Ergebnisliste, hat er wohl nicht gefunden, wonach er suchte. Die Seite wird als minderwertig eingestuft.

Auch Jon Wades Bemühungen, wieder Googles Gnade zu finden, haben bislang wenig geholfen. „Vielleicht muss ich die Seite aufgeben“, sagt er resigniert. Dennoch hält er Googles Veränderungen für richtig. „Meine Mutter hat noch nie etwas von Suchmaschinenoptimierung gehört. Sie denkt, wenn eine Seite in der Trefferliste ganz oben steht, muss das die beste Seite sein.“ Das Update zwinge alle, sich kritisch mit ihren Seiten auseinanderzusetzen. „Das ist doch eine gute Sache.“

 

 

Über Anna Miller

Mein Name ist Anna Miller, ich bin Baujahr 1974. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich wohlbehütet unter der Fahne des Arbeiter- und Bauernstaates. Ich war Mitglied bei den Jung- und Thälmannpionieren, um dann nahtlos in die FDJ zu wechseln. Dort schaffte ich es bis in die GOL und kümmerte mich um die Feriengestaltung unserer Hortkinder und die Organisation diverser Kinder- und Jugendfeste. Um gleich etwaige Vorurteile aus dem Weg zu räumen: Dies hatte nichts mit Parteiarbeit oder ähnlichem zu tun. Damals war es noch üblich, dass auch in den Ferien die Kinder der unteren Klassenstufen in der Schule betreut werden. Zu meinen Aufgaben zählte zum Beispiel die Organisation von Schwimmbad- und Kinobesuchen, Bastelnachmittagen und ähnlichen Aktionen. Da mit dem Ende meiner Schulzeit auch Schluss mit dem Arbeiter- und Bauernstaat war, musste ich mich mit der harten Realität des Kapitalismus auseinander setzen und mir eine Lehrstelle suchen. Die Zeiten, in denen davon genug zur Verfügung standen, fein säuberlich aufgelistet in einer Broschüre die sich „Lehrstellenverzeichnis“ nannte, gehörten nämlich ebenfalls der Vergangenheit an. Aber ich hatte Glück. Durch alte „Beziehungen“, konnte ich eine Lehre zum Augenoptiker ergattern und absolvieren. Nicht mein Traumberuf, aber es war ein Beruf und ein Start in das vor mir liegende Leben. Nach Beendigung meiner Lehre war ich 10 Jahre in diesem Beruf tätig. Da Arbeiten aber nicht alles ist, was ein Leben so ausmacht, beschloss ich, mich nebenbei der Familienplanung zu widmen. Und wie es so ist mit dem planen – nicht alles klappt auf Anhieb. Geklappt hatte es erst, nachdem sich der potenzielle Vater meines nun inzwischen schulpflichtigen Sohnes entschloss, seine Familienplanung noch etwas auf Eis zu legen. Das Ende vom Lied: Ich bin eine alleinerziehende Mutti, die sich um ein kleines Sorgenkind kümmern muss. Der liebe Gott hat es mit meinem Sohn leider nicht ganz so gut gemeint und ihm einige Krankheiten mit auf den Weg gegeben. Unter anderem eine Entwicklungsstörung, die nach viel Förderung in verschiedenen Bereichen verlangt. Der Vater meines Sohnes beteiligt sich am Leben seines Kindes fast ausschließlich in Form der ihm gesetzlich vorgeschriebenen finanziellen Unterstützung. Durch die fast täglichen Termine mit meinem Sohn bei diversen Therapeuten und Frühförderstellen war es mir nach der Elternzeit nicht mehr möglich, in meinen alten Beruf zurück zu kehren. Ein kleines - noch dazu krankes - Kind und die Arbeitszeiten im Handel lassen sich einfach nicht miteinander vereinbaren. Und somit entschied ich mich, in die Selbständigkeit zu wechseln. Für mich damals die einzige Möglichkeit, nicht von Hartz IV leben zu müssen. Ich träumte von Heimarbeit, die ich notfalls auch dann machen konnte, wenn Sohnemann krank ist oder schläft. Büroorganisation und Telefonservice war das, was mir vorschwebte. Was mir angeboten wurde, war ein bunter Strauß voll Betrügereien und Abzockereien. Ich hatte nun inzwischen schon einiges in meinem Leben mitgemacht und erlebt, aber was ich während dieser Zeit an Niederträchtigkeit und Skrupellosigkeit erleben musste, sprengt glaube ich jede Vorstellungskraft. Weil die Zahlungsmoral meiner Kunden teilweise genau so schlecht war wie ihre Absichten und durch zusätzliche private Schicksalsschläge, musste ich mein Leben neu überdenken und ordnen. Da ich schon immer sehr gerne geschrieben und gelesen habe, war für mich der Zeitpunkt gekommen, mein Hobby zum Beruf zu machen. Wobei der Begriff „Beruf“ das falsche Wort ist. Für mich ist es viel mehr. Es ist meine Berufung. Schreiben ist genau das, was mir Spaß macht, wo ich mit Freude dabei sein kann und was mich und mein Leben am ehesten widerspiegelt. Eine Ausbildung in dieser Richtung habe ich nicht. Ich bin der Meinung, dass man Kreativität und/oder Talent nicht antrainiert bekommen kann. Entweder man hat es, oder eben nicht. So etwas muss von Herzen kommen, man muss eine Verbindung eingehen können. Man muss es leben und fühlen. Und ich glaube, dass ich dies recht intensiv mache. Und somit schreibe ich Artikel in unterschiedlichsten Längen für Zeitungen und Zeitschriften, übernehme Auftragsarbeiten und stehe auch als Texter und Skriptschreiber zur freien Verfügung. Wer in dieser Richtung Aufträge zu vergeben hat, darf sich gerne an mich wenden. Eine Kontaktaufnahme ist über anna-miller(at)o2online.de möglich.

Veröffentlicht am 15. Juni 2011, in Home. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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