Archiv des Autors: Anna Miller

Apartment = Ferienwohnung

Wenn einer eine Reise macht…

Ich wühle mich gerade wieder einmal durch die Angebote diverser Reiseveranstalter. Der nächste Urlaub will geplant werden und mit ihm die passende Unterkunft. Wie immer soll es nach London gehen und wie immer soll es eine bezahlbare und akzeptable Unterkunft im Zentrum der Stadt sein. Bei fast 900 Unterkunftsmöglichkeiten in und um London sollte dies kein Problem darstellen.

Seit einiger Zeit gehöre ich zu den Menschen, die die Vorzüge einer Ferienwohnung oder gar eines Ferienhauses zu schätzen gelernt haben. Man ist ungestört und kann den Tagesablauf frei von Zimmerreinigung und Essenszeiten planen. Deshalb bin ich auf für meinen nächsten London Aufenthalt auf der Suche nach einer Ferienwohnung. In England heißt das Apartment.

Die Auswahl ist gut und ich kann auch über die preislichen Vorstellungen der Anbieter kein schlechtes Wort verlieren. Einzig die Bewertungen, die ehemalige Gäste dieser Apartments abgegeben haben, lassen mich doch den Kopf schütteln. Hier muss man leider feststellen, dass viele dieser Gäste wohl nicht genau wissen, was ein „Apartment“ ist. Denn sie erwarten die Annehmlichkeiten eines Hotels.

Da wird gemeckert, dass das Apartment nur einmal die Woche gereinigt wird. Die Handtücher wurden nicht gewechselt, es gab kein Frühstück und überhaupt: Warum hängt da nur eine Rolle Klopapier, warum gibt es keine Küchentücher und warum wird der Müll nicht weggeräumt?

Vielleicht ist an dieser Stelle mal ein Wort der Aufklärung angebracht:

Liebe Apartmentbenutzer,

ein Apartment ist nichts anderes als eine Ferienwohnung. Der Clou einer solchen Unterkunft ist, dass dort SELBSTVERPFLEGUNG herrscht und man für zusätzlichen Service bezahlen muss.

Möchte man das Apartment täglich gereinigt haben? Gerne. Gegen einen gewissen Unkostenbeitrag wird die Geschäftsleitung dies sicherlich veranlassen.

Möchte man sich des Mülles entledigen? Vor dem Haus oder im Hof stehen Mülltonnen. Da kann man die Reste entsorgen.

Besteht der Wunsch nach einem Frühstück? Selber machen oder in das nächstgelegene Café gehen. Dort bekommt man sicherlich ein wundervolles Frühstück.

Eine Ferienwohnung oder ein Apartment ist nur eine möblierte Unterkunft, die man für einen bestimmten Zeitraum mieten kann. Handtücher, Toilettenpapier, Speisen, Getränke und alles weitere hat man mitzubringen. Dafür ist der Vermieter nicht zuständig. Wer dies nicht möchte, sollte sich lieber ein Hotelzimmer für seinen Urlaub buchen. Dort ist auch der gewünschte Service im Preis inbegriffen.

In diesem Sinne: Vor der Buchung genau überlegen, was man für Anforderungen an eine Unterkunft stellt.

Eure Anna

Der große Absturz

Der große Absturz

Im Kindergarten meines Sohnes ist mir vor einigen Wochen zum wiederholten Male bewusst geworden, wie schlecht es Familien und vor allen Dingen Kindern in unserem schönen Sozialstaat gehen kann. Das Wort „Kinderarmut“ schlug mir kräftig ins Gesicht. Nur wie kam es dazu?

Eine Kindergärtnerin bat mich um die alten Schuhe meines Sohnes. Für ein anderes Kind, welches keine Schuhe hat. Man stelle sich vor: Wir schreiben das Jahr 2013, leben in einem der reichsten Länder auf diesem Erdball. Und trotzdem gibt es Kinder, die nicht einmal eigene Schuhe haben. Wie kann so etwas passieren? Wer hat da bitteschön versagt?

Der Junge ist kein Einzelfall. Und schnell ist im Kopf ein Urteil über die angeblichen Verursacher dieser Misere gefällt. Die Eltern. Um einfach mal aufzuzeigen, was viele denken: Wahrscheinlich steht hinter diesem Schicksal eine alleinerziehende Mutter. Der Vater ist schon lange über alle Berge und kümmert sich nicht. Ist er doch noch da, hat er sicherlich keine Arbeit, sitzt den ganzen Tag vor dem Computer und spielt irgendwelche sinnlosen Spiele oder surft. Beide haben ein simples Gemüt, sind bildungsfern und weit von einer Chance auf Besserung der Lebensumstände entfernt.  Die Stütze wird lieber in Zigaretten, Alkohol und Partys mit den Kumpels angelegt, als in die Kinder zu investieren. Zuwendung und Liebe wird man vergeblich suchen. Die Kinder laufen nur nebenher. Stören eigentlich. Und weil sie nun mal da sind, muss man sie halt irgendwie mit durchschleppen.

Habt ihr euchwiedererkannt? In den Vorurteilen? Denkt ihr manchmal auch so? Ihr müsst euch nicht dafür schämen. Das ist eine ganz normale Reaktion. Denn man sieht meist nur einen Bruchteil des ganzen Szenarios. Und wenn wir ehrlich sind nur das, was wir sehen wollen. Aber warum ist das so? Warum wollen wir nur das sehen? Warum hinterfragen wir nicht das Gesehene oder Erlebte? Haben wir Angst, dass sich unsere Vorurteile nicht bestätigen könnten? Das es doch anders ist als es scheint? Ich sage es euch. Wir haben Angst. Angst vor dem, was wir sehen und erleben könnten, wenn wir uns damit beschäftigen. Wenn wir sehen, was uns vielleicht auch mal ereilen könnte. Denn niemand ist davor gefeit, sozial abzustürzen. Es kann jeden treffen.

Ich habe mich auf die Suche nach den Hintergründen begeben. Denn ich wollte nicht nur mit ein paar Schuhen aushelfen, sondern gerne mehr tun. Die Geschichte hinter diesem Schicksal kennen lernen und verstehen. Als Elternsprecher im Kindergarten zählt dies für mich zu meinen Aufgaben. Nicht nur zu warten, das die Eltern auf mich zugehen, um mir ihr Leid zu klagen, sondern selbst auch aktiv an die Eltern heranzutreten und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Und ich habe sie gefunden, die Eltern des kleinen Jason. Und ratet mal, was passiert ist? Die haben sich doch tatsächlich gefreut, dass ich sie angesprochen habe, dass ich Interesse zeige und ihnen helfen möchte. Auch wenn sie selbst in diesem Moment keinen Weg für Hilfe sahen.

Wir setzten uns zusammen und sie erzählten mir ihre Geschichte. Eine Geschichte, die fast schon zu traurig ist, um sie hier zu schreiben. Aber vielleicht doch so gut, um anderen, die auch in solch einer Situation sind, ein wenig Mut zu machen und einen Weg aufzuzeigen, wie es weitergehen kann.

Die Familie besteht insgesamt aus 5 Personen. Der kleine Jason, seine Eltern und seine 2 jüngeren Geschwister. Zwillinge, 2 Jahre, Jason ist 5 Jahre alt. Der Vater hatte einen gut bezahlten Job, der Familie ging es gut, man hatte das Leben an den guten Verdienst angepasst. Eine tolle Wohnung, ein großes Auto, schicke Möbel, jedes Jahr einen schönen Urlaub. Diverse Kredite wurden aufgenommen, um den Wohlstand schnell im Leben integrieren zu können. Doch dann kam der große Knall und die Seifenblase, die rings herum aufgebaut wurde, zerplatzte. Der Vater wurde arbeitslos. Die Firma, in der er beschäftigt war, ging in Konkurs. Was übrig blieb, waren offene Gehälter und ein Scherbenhaufen. Einen neuen Job hat er bis heute nicht gefunden, da er einen recht seltenen Beruf hat und der nicht überall gebraucht wird. Die Mutter war zu dieser Zeit in der Elternzeit, durch die plötzliche Arbeitslosigkeit und die dadurch eintretende Geldnot wurde sie psychisch krank und ist bis heute erwerbsunfähig. Die Grundlage für die Familie, das regelmäßige monatliche Einkommen, war somit weg. Was danach folgte, waren Monate der Trauer und Verzweiflung. Die Kredite konnten nicht mehr bedient werden, Verträge nicht kurzfristig gekündigt werden. Die Spirale der Armut zog die Familie immer weiter runter. Inzwischen stand der Gerichtsvollzieher schon mehrmals vor der Tür, die Familie versucht von dem wenigen Geld, was sie im Moment zur Verfügung hat, die Gläubiger zu bedienen. Leider wird der größte Teil von den Zinsen geschluckt, sodass die Verbindlichkeiten nicht spürbar weniger werden. Es ist ein Kreislauf, den niemand gewinnen kann. Der große Verlierer ist dabei die Familie, denn sie zerbricht immer mehr, weil nicht ein Cent für zusätzliche Dinge wie Bekleidung oder Freizeit übrig ist.

Das dies nicht über einen langen Zeitraum so weitergehen konnte, war mir sofort klar. Eine schnelle und vor allen Dingen endgültige Lösung musste her. In solchen Fällen ist den Betroffenen nicht mit einer Geldspende oder ähnlichem geholfen. Was nützen ein paar Euro in der Hand, wenn damit nur ganz wenige Löcher gestopft werden können und im nächsten Monat alles wieder von vorne losgeht? Darum setzte ich mich mit einem befreundeten Anwalt in Verbindung und schilderte ihm die Situation. Er empfahl als einzigen Ausweg eine Verbraucherinsolvenz. Diesen Weg geht die Familie nun auch.

Was ich eigentlich mit dieser Geschichte aufzeigen möchte, ist ganz einfach erklärt. Man kann nur das Geld ausgeben, was man wirklich auch hat. Lasst euch nicht von Kredit- oder Finanzierungsangeboten blenden. Kauft nur dann etwas, wenn auch das Geld dafür da ist.

Wer möchte, darf mir gerne seine Gedanken, Anregungen, Erlebnisse und Wünsche schreiben. Ich freue mich sehr.

In diesem Sinne: Alles Gute für euch.

Das Geschäft mit den Druckerpatronen

Das Geschäft mit den Druckerpatronen

Eigentlich versuche ich immer, den Kauf einer neuen Druckerpatrone so weit wie möglich heraus zu zögern. Ja, ich gebe es zu: Ich gehöre zu den Menschen, die ihrer Druckerpatrone das Letzte abverlangen. Die erst zu einer Neuen greifen, wenn die Alte wirklich restlos leer ist und kein vorzeigbares Druckergebnis mehr zu Stande kommt.

Heute war nun der grausame Tag gekommen. Ich musste eine neue Patrone einsetzen. Und da ich solche Dinge nicht auf Vorrat kaufe, begab ich mich in ein Geschäft für solche Artikel. Meine Druckerpatrone hat immer – und ich meine auch immer – 23,99 Euro gekostet. Ein unverschämter Preis, wenn man bedenkt, wie viel Leistung man dafür bekommt.

Und so stand ich vor dem Regal, wollte beherzt und mit viel Wehmut (des Geldes wegen) nach der richtigen Patrone greifen, als mich fast der Schlag getroffen hat. Da standen keine 23,99 Euro am Preisschild, sondern, festhalten, 29,99 Euro. Da ich ein positiv denkender Mensch bin, dachte ich zuerst, dass sie vielleicht nur falsch hängt. 6 Euro mehr, das kann ja eigentlich nicht sein. Also habe ich erst einmal das Regal nach dem für mich richtigen Preis abgesucht. War aber kein anderer zu finden. Daraufhin bin ich zu einem Verkäufer und habe ihm erklärt, dass die Druckerpatronen wohl falsch ausgezeichnet sein müssen.

Sein vor Mitleid triefendes Lächeln hätte mir sagen müssen, dass der Fehler wohl eher bei mir liegt. Die waren nämlich nicht falsch ausgezeichnet. Vielmehr wurde eine kleine „Preisanpassung“ vorgenommen. Wie diese zu begründen ist, fragte ich den Verkäufer. Schließlich ist weder das Produkt verbessert wurden, noch die Füllmenge erhöht. Und ich gehe auch nicht davon aus, dass die Rohstoffe zur Herstellung von einer Druckerpatrone sich so sehr verteuert haben, dass dieser Preisanstieg gerechtfertigt ist.

Als Antwort bekam ich nur ein knappes: „Ich mache hier nicht die Preise.“ Tja, ich auch nicht, bin aber trotzdem gezwungen, diese Produkte zu kaufen. Denn schließlich kann ich meinen Drucker nicht alle 6 Monate erneuern und das Modell den Druckerpatronen anpassen.

In diesem Sinne: In meinem nächsten Leben werde ich Druckerpatronenhersteller. Da scheint man noch gut Geld verdienen zu können.

Eure Anna

SMS-Challenge

SMS-Challenge

Mal wieder was zum Kopfschütteln und Haare raufen. Ein Telefonladen in meiner Stadt hat zu einer Challenge der besonderen Art aufgerufen.

Man buche eine SMS – Flatrate für 10 Euro, verschicke in einem bestimmten Zeitraum so viele SMS wie möglich und gewinnt – vorausgesetzt man war der Fleißigste – einen Preis in Höhe von 400 Euro. Ist das nicht mal was Tolles? Sicherlich finden sich eine Menge junger Menschen, die sich dafür begeistern können.

Aber wer gewinnt da wohl? In aller erster Linie der Telefonladen. Denn der verdient an den verkauften Flatrates. Der ausgelobte Preis ist sicherlich ein Werbegeschenk, das irgendwann mal von einem Vertreter dagelassen wurde. Sollte bei dem Posten doch investiert wurden sein, wird sich das durch die zu erwartende rege Teilnahme schnell amortisieren. Der große Verlierer sind die Teilnehmer und der Telefonanbieter. Die Teilnehmer, weil sie in ihrer kostbaren Freizeit versuchen, so viel wie möglich an Nachrichten zu verschicken und sich somit mehr oder weniger von ihrem realen Umfeld abgrenzen und zurück ziehen. Und der Telefonanbieter, der durch die Flatrate nichts an den versandten SMS verdient.

Kann dies Sinn und Zweck einer solchen Aktion sein. Und brauchen wir dies wirklich? Fällt uns nichts anderes mehr an, um Kunden an uns zu binden? Und was sind dies für Menschen, die auf solch einen „Werbegag“ hereinfallen?

In diesem Sinne: Fragen über Fragen, die es zu beantworten gilt.

Eure Anna

Das musst Du noch besorgen, Mama

Das musst Du noch besorgen

Sohnemann hat sich vor ein paar Tagen ein Faschingskostüm für die kommende Saison ausgesucht. In diesem Jahr hat der Cowboy das Rennen gemacht. Zum Glück. Denn die letzten zwei Jahre ist er als Pirat gegangen. Auch ein schönes Kostüm. Besonders, da ich es selbst geschneidert habe. Aber noch ein Jahr in diesem Outfit und der Kindergarten könnte auf den Gedanken kommen, dass sich mein armes Kind nichts Anderes leisten kann.

So war meine Freude groß, dass es in diesem Jahr eine Veränderung gab und wir ein neues Kapitel im Faschingstrubel aufschlagen können.

Nun reicht meinem lieben Kind ein reines Kostüm natürlich nicht aus. Auch die Accessoires müssen stimmen. Und so hat er mir heute aufgetragen, was ich noch alles besorgen muss.

„Ein Cowboy braucht Taschenhänden und einen Cowboystern, weiß Du Mama? Und weißt Du was noch? So was, wo man eine Kanone reinlegen kann, ok?“

Das mit dem „Kanone reinlegen“ konnte auch Ich noch zuordnen. Aber was ist oder sind „Taschenhänden“? Habe ich was verpasst? Eine neue Erfindung am Accessoires Himmel?

Nach längerem hin und her und einer intensiven Befragung meines Sohnes konnte ich das Geheimnis lüften. Es handelt sich um Handschellen. Das Wort kann er sich nicht merken. Darum nennt er es einfach Taschenhänden. „Mama, nun weißt Du, was Du noch besorgen musst, stimmt’s?“

In diesem Sinne: Deutsches Sprache, Schweres Sprache.

Eure Anna

Köstlichkeiten aus der heimischen Küche

Köstlichkeiten aus der heimischen Küche

Ok, ich gebe es zu. Sohnemann ist recht einfach gestrickt, was seine Essgewohnheiten betrifft. Man kann nicht unbedingt behaupten, dass er einen ausgefallenen Geschmack hat. Sein Leibgericht lautet im Moment: Kartoffeln mit Quark. Und das am liebsten früh, mittags und abends. Mal ein Stück Fleisch oder Wust? Um Gottes Willen. Außenstehende könnten denken, man wolle ihn vergiften, wenn sie seine abwehrende Haltung zu diesen Lebensmitteln sehen. Obwohl, Chicken Nuggets und Bratwurst – das geht schon. Natürlich nur außerhalb der heimischen vier Wände. Da, wo es auch richtig was kostet und geschmacklich eher im unteren Segment angesiedelt ist. Mache ich zu Hause Nuggets, die wirklich tausend Mal besser schmecken als aus der Massenproduktion, bekommt er keinen Happen runter.

Nun gut. Auch gestern habe ich wieder die berühmte Frage in den Raum gestellt, was gnädiger Herr denn gerne als Mittagsmahl kredenzt bekommen haben möchte. Ich nahm seine Bestellung entgegen und verzog mich in die Küche an den Herd. Er findet schon, dass ich da auch hingehöre. Obwohl er auch gerne mithilft. Soviel Lob muss ich ihm zugestehen. Ich kochte also das gewünschte Gericht, baute die zwischenzeitliche Änderung der Bestellung geschickt ein und servierte dann folgendes:

Verschieden geformte Kartoffelstückchen kombiniert mit saisonal abhängigen Gemüsen auf einem Spiegel von erlesener Soße. Als Dessert gab es eine feine Komposition aus Mandarinen und Fruchtsaft.

Na, wie klingt das? Doch sicherlich besser als „Kartoffeln, Mischgemüse und Soße“.

In diesem Sinne: Es ist alles eine  Frage der Einstellung.

Eure Anna

Geduld zahlt sich aus

Geduld zahlt sich aus

Heute habe ich das Schnäppchen meines Lebens gemacht.

Seit Monaten schleiche ich um ein bestimmtes Paar Turnschuhe herum. Tolles Leder, tolle Sohle, tolle Farbe. Leider hatten die Edeltreter auch einen tollen Preis. 119 Euro. Keine Summe, bei der ich zu Spontankäufen neige. Daher sind diese perfekten Schuhe und meine Wenigkeit bis heute noch keine Verbindung eingegangen.

Bis heute. Denn heute, oh Wunder, purzelten die Preise. Wie immer wollte ich nur einmal „Hallo“ zu meinen Lieblingen sagen und ihnen versichern, dass UNSER Tag auch noch kommt. Und was musste ich dabei feststellen? Sie kosten nur noch 70 Euro. Und, man glaubt es kaum, meine Größe war vorrätig? Womit habe ich nur so viel Glück verdient?

Nun sitzen wir zu Hause. Ich und meine Lieblinge. Und ich kann euch sagen – sie sind toll.

In diesem Sinne: Die Geduld ist der Schlüssel zur Freude.

Eure Anna

Google rüstet auf

Google rüstet auf

Google sortiert wieder kräftiger aus und gestaltet das Ranking neu. Für mich klingt das sehr gut. Denn dann sind die Zeiten hoffentlich vorbei, in denen Seiten, die einzig und allein mit Werbung vollgepackt sind, bei der Suchmaschine auf Seite1 zu finden sind. Vielmehr haben die Seiten, die mit ihrem Inhalt versuchen, die interessierten Leser zum Bleiben zu animieren, eine größere Chance, gefunden zu werden.

 

Den dazu passenden Artikel haben die Kollegen von Spiegel Online geschrieben. Hier gibt es ihn zum Nachlesen:

 

Google kickt nervige Null-Inhalte raus

15.06.2011, 11:25 Uhr | Spiegel / Anna Sauerbrey

Google ändert die Suchfunktion und schmeißt Billiginhalte raus. (Symbolbild: imago)Google ändert die Suchfunktion und schmeißt Billiginhalte raus. (Symbolbild: imago)

Google sortiert neu: Ein Update namens Panda hat in den USA und England die Ergebnislisten umgepflügt, bald startet es auch in Deutschland. Seiten, die mit Billiginhalten Klicks sammeln, sind die Verlierer – doch das Update hat Nebenwirkungen.

Jon Wade hat es erwischt. Über die Jahre hatte sich der Brite mit seiner Ein-Mann-Fitness- und Martial-Arts-Seite ganz langsam in der Google-Suchliste hochgearbeitet. Zuletzt kam er auf 20.000 Seitenaufrufe pro Tag, konnte von den Werbeeinnahmen ganz gut leben. Aber nur, bis Google seine Suchtechnik änderte. Plötzlich war vieles anders, manches nicht mehr dort in den Trefferlisten, wo es vorher war. Auch Jon Wades Seite nicht. „Ich habe ziemlich an Traffic verloren“, sagt er. Die Zahl der Websurfer, die seine Seite aufrufen, hat sich halbiert.

Die guten ins Töpfchen ….

Der Grund: Google hat den Algorithmus, also die Regel, nach der die Suchmaschine Seiten untersucht, listet und hierarchisiert, geändert. Das Ziel der Veränderung sei es, so schreibt der Google-Ingenieur Amit Singhal im offiziellen Google-Blog, Seiten mit Qualitätsinhalten höher und schlechte Seiten weiter unten in der Ergebnisliste zu platzieren. Das Update soll eine Sorte Websites abstrafen, die man als Content Farm bezeichnet: billige Inhalte, mit denen Suchende auf Werbeangebote gelockt werden.

Auf seinen englischsprachigen Suchseiten hat Google das Panda genannte Update bereits zwischen Februar und April eingeführt. Nach Angaben des Unternehmens wurde es nach einem Ingenieur benannt, der maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war. Bald soll es auch in Deutschland umgesetzt werden. Eigentlich ist das nichts Ungewöhnliches. Das Unternehmen schraubt ständig an seinem Algorithmus herum. Doch noch nie waren die Auswirkungen so deutlich zu spüren wie dieses Mal. Suchmaschinen-Experten sind sich einig: Panda ist eine kleine Revolution.

Computer
Die Google-Trickkiste

Clevere Suchmaschinentricks: Google ausreizen und alles finden. zum Video

Texte für wenige Dollar aus Indien

Eine ganze Branche hat sich darauf spezialisiert, mit billigen Texten auf nichtssagenden Websites möglichst viele Klicks und damit viel Werbegeld einzusammeln. Die Artikel sind „optimiert“, allerdings in der Regel nicht auf die Bedürfnisse der Nutzer, sondern auf die Kriterien, die bei Google bislang galten, um eine Seite in der Suchliste nach oben zu schieben. Zu häufig gesuchten Begriffen halten die Textfarmen gleich mehrere Artikel auf einmal vor, die sich inhaltlich kaum unterscheiden. Das Suchwort kommt gehäuft im Text vor, vor allem in der Überschrift.

Dieser Branche, da ist sich Marcus Tober sicher, hat Google einen empfindlichen Schlag verpasst. Der Suchmaschinen-Experte hat das Berliner Unternehmen Searchmetrics mitgegründet, das Kunden berät, wie sie ihre Websites so verändern können, dass sie von Suchmaschinen gut gefunden werden. Search Engine Optimization, kurz SEO, nennt sich das. Jeden Montag- und Donnerstagvormittag schaut sich Tober deutsche Google-Suchergebnisse besonders genau an – das sind Googles Update-Termine. Bisher hat sich nichts getan. Wann das Update kommen soll, will das Unternehmen nicht verraten. Doch auch für die deutsche Suche werden gravierende Effekte erwartet.

Google hat das Problem selbst erschaffen

„Im Prinzip“, sagt Tober, „hat Google das Problem, das es nun bekämpft, erst selbst geschaffen.“ Erst die detaillierten Daten der Suchmaschine über Suchvorlieben, Klicks und den Erfolg von Werbebannern haben nach Tobers Ansicht ein Geschäftsmodell wie das der Content-Farmen möglich gemacht. Dank Google wissen die Klickfarmer ziemlich genau, was ein Artikel kosten darf, um genug Profit durch daneben platzierte Werbung abzuwerfen. Produzieren lassen große Anbieter ihre Angebote dann von einem Heer von Hobby-Schreibern. „Manche lassen ihre Texte auch in Indien produzieren, ein Einsteiger bekommt dort zwei Dollar pro Artikel“, sagt Marcus Tober.

Die Farmer reagieren – bisher ohne Erfolg

Genau solche Klickfarmen sind es, die nach dem amerikanischen Panda-Update in den Suchlisten abgestürzt sind. Nach Berechnungen von Searchmetrics, die einen eigenen Index für Sichtbarkeit von Online-Angeboten im Netz entwickelt haben, haben große Farmen wie eHow oder Suite101 bis über 90 Prozent an Sichtbarkeit verloren. Zu den Gewinnern gehören Blogs und News-Seiten mit gewöhnlich gut recherchierten Artikeln, TechCrunch zum Beispiel und die „Times“. Aber auch Herstellerseiten. Wer im englischen Google nach „Mercedes Benz“ sucht, bekommt jetzt auf den ersten beiden Ergebnisseiten nur ein einziges vom Konzern unabhängiges Ergebnis geliefert, eine Gebrauchtwagenseite.

Änderung mit Nebenwirkungen

Zu den wohl weniger gewollten Nebenwirkungen gehört es, dass auch Seiten von Enthusiasten wie die von Jon Wade von den vorderen Plätzen auf den Ergebnisseiten geflogen sind. Der Brite weist es von sich, seine Seite lediglich nach Googles Suchvorlieben gefüttert zu haben. Ihm gehe es um die Sache. Begonnen hat er als Hobby-Blogger. Er hat sein Fachwissen erweitert und studiert Gesundheitswissenschaften an einer Fernuni. Nach dem Panda-Update hat er seine Seite aufgeräumt. „Ich habe viele Artikel aus der Frühzeit des Blogs gelöscht, die nicht so gut recherchiert waren“, sagt er.

Ähnlich machen es offenbar auch die Großen. Die amerikanisch-britische Textfarm eHow etwa startete kurz nach dem Update eine „Qualitätsoffensive“ und erlegte sich selbst eine strengere Autorenaquise auf. Ob das etwas mit Panda zu tun hat, verrät das Unternehmen nicht. Auf Anfragen zu dem Google-Update reagierte der eHow-Eigner DemandMedia nicht. Auch beim deutsch-englischen Portal Suite101, laut Searchmetrics ein weiterer großer Verlierer, heißt es: „Zu diesem Thema sagen wir nichts.“ Nach Ansicht von SEO-Experten blieben bisherige Versuche der Content-Farmer, sich der Panda-Technik anzupassen, ohne Erfolg.

Würden Sie die Seite weiterempfehlen?

Erschwert werden Anpassungen an Panda dadurch, dass Google darüber schweigt, was genau verändert wurde. Immerhin veröffentlichte das Unternehmen in seinem Administratoren-Blog eine Liste von Fragen, die sich betroffene Web-Seiten-Betreiber stellen sollen. Zum Beispiel: Wie viel Werbung umgibt den Text? Ist der Text einzigartig oder eine Kopie von anderen Texten im Netz? Ist er grammatikalisch und orthografisch in Ordnung? Und: Würden Sie die Seite einem Freund empfehlen? Marcus Tober vermutet, dass ein wichtiges Kriterium auch die durchschnittliche Länge der Besuche auf einer Seite sind. Kehrt ein Nutzer nach nur kurzer Zeit zurück zur Google-Ergebnisliste, hat er wohl nicht gefunden, wonach er suchte. Die Seite wird als minderwertig eingestuft.

Auch Jon Wades Bemühungen, wieder Googles Gnade zu finden, haben bislang wenig geholfen. „Vielleicht muss ich die Seite aufgeben“, sagt er resigniert. Dennoch hält er Googles Veränderungen für richtig. „Meine Mutter hat noch nie etwas von Suchmaschinenoptimierung gehört. Sie denkt, wenn eine Seite in der Trefferliste ganz oben steht, muss das die beste Seite sein.“ Das Update zwinge alle, sich kritisch mit ihren Seiten auseinanderzusetzen. „Das ist doch eine gute Sache.“

 

 

Kann ein Ghostwriter Marktführer sein?

Kann ein Ghostwriter Marktführer sein?

Heute muss ich mal einen interessanten Artikel hier auf meinem Blog verlinken. Es geht um Ghostwriting und die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten. Da ich auch viele Texte schreibe, mit denen sich dann andere so genannte „Autoren“ schmücken, interessiert mich dieses Thema brennend. Zwar schreibe ich keine wissenschaftlichen Arbeiten, denn da bin ich schon der Meinung, dass angehende Doktoren oder Akademiker dies selbst tun sollen. Aber Ghostwriting begleitet mich jeden Tag.

Also, viel Spaß beim Lesen. Der ist wirklich gut.

In diesem Sinne: nicht jeder, der schlaue Worte präsentiert, hat sie auch selbst verfasst.

Eure Anna

Kann ein Ghostwriter Marktführer sein?.

Fernweh

Fernweh

Alle Welt schaut besorgt Richtung Ägypten und rätselt wie es dort wohl in Zukunft weiter gehen soll. Wie sieht der Tag X nach Präsident Mubarak aus? Bleibt Ägypten ein stabiles Land, vieleicht mit einer Demokratie? Oder entwickelt es sich gar zu einem „Sorgenkind“? Fragen, die man sicherlich erst in einigen Wochen beantworten kann.

Und was mache ich? Mich quält das Fernweh? Eigentlich sollte man ja froh sein, wenn man zu Hause, in einer sicheren Umgebung ist. Tja, was soll´s? Mutti hat Hummeln im Hintern und will am liebsten die ganze Welt bereisen. Was erleben, einen Nervenkitzel haben. Aus dem Alltagstrott ausbrechen und den Geist auf einer Reise erweitern.

Glückshormone machen sich schon bei mir breit, wenn ich nur an meinen nächsten Urlaub denke. Um mir die Wartezeit ein wenig zu versüßen, habe ich mir eine CD gebastelt, auf der Songs sind, die ich mit all meinen schönen Urlaubserlebnissen in „Good old England“ verbinde. Songs, die entweder gerade zu der entsprechenden Zeit aktuell waren und somit in jedem Shop und bei Capital FM rauf und runter liefen. Oder eben solche Songs, die ich in unwahrscheinlich tollen Second Hands Plattenläden nach langer Suche ausgegraben habe. Die eigentlich keinen hohen Stellenwert in den Charts hatten aber in meinem Herzen immer einen festen Platz haben werden.

Gerade läuft von Alicia Keys „Empire State of Mind“. Normal ist solche Musik nicht meine Baustelle. Ich bin eher in der Indieecke zu finden. Aber die langsame Rille von diesem Song ist Gänsehauttauglich. Kopfhörer auf und träumen. Auch wenn New York und nicht mein heiß geliebtes London besungen wird. Shit happens, der Song passt auf jede Stadt.

In diesem Sinne: Ich will nach London…. Schnief.

Eure Anna

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